Langnau-Burgdorf

Der Retter in der Not

Ein Auto nähert sich, was hier eher die Ausnahme ist. Hanni hält es an.
Der Fahrer könnte jemand von uns mitnehmen auf die gegenüberliegende Seite des Tobels!
Dort soll manchmal ein Töfflimech zugegen sein. Chance vielleicht 30%.
Nur, wie kommt man dann zurück mit nur einem Rad.

Wir entschliessen uns anders vorzugehen. Ich fahre mit Hannis Bike und dem defekten Rad selber dorthin.

Dort angelangt, ist das Glück auf meiner Seite. Den Töfflimech finde ich im angrenzenden Bauernhof .
Pumpen könne ich oben in der „Bude“, meint er. Nur leider habe er nicht viel Zeit und müsse gleich weg.
Er hilft mir aber dann doch mit kleineren Flicken aus und gibt mir noch ein paar gute Tipps.
Zum Schluss der Hinweis, wo ich den Schlüssel deponieren soll, wenn ich fertig bin und weg ist er!
Ah, da hat es ja noch ein zweites Loch, wo die Luft wieder entweicht! Mit erfolgreich geflicktem Rad fahre ich die ca. 7km wieder zurück.
Nach erfolgtem Einbau können wir unsere Tour fortsetzen. Nicht auszudenken, wie wir ohne diese Hilfe weiter gekommen wären.

Eindrücklich, die Werkstatt und der rettende Pressluftschlauch. Wow, jedes Ding an seinem Ort!

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Was nun? Ohne Ersatzschlauch

Flickzeug hervorholen, Rad ausbauen, Pneu demontieren, Schlauch ausbauen. Alles kein Problem.
Aber, wo ist nun das Loch?
Die erste von 4 Pressluftpatronen wird geopfert und das Loch ist gefunden. Flicken drauf und Einbau in umgekehrter Reihenfolge. 2. Pressluftpatrone um das Rad auf zu pumpen.
Fertig… und pfffft.
Die Luft ist gar nicht durch das Ventil in den Schlauch gelangt, weil der Pressluft Adapter das Ventil versperrt hat.
3. Patrone mit anderem Adapter!
Pfft. Toll der Pneu ist wieder ok!
Rad einbauen, oh nein. Schon wieder keine Luft mehr drin. Beim Abschrauben des Patronen Adapters hat sich das Ventil gelöst.
Also 4. und letzte Patrone.
Pfffft. Toll, der Pneu ist hart –
und 10 Sekunden später, die Luft ist wieder raus.
Jetzt haben wir ein Problem!